August 2011 Archive

Die Stärke der Analyse der Linken liegt darin, dass sie verstanden haben, wie die Mächtigen sich liberal-konservativer Sprache als Tarnumhang bedient haben, um sich ihre Vorteile zu sichern. "Globalisierung" zum Beispiel sollte ursprünglich nichts anderes bedeuten als weltweiter freier Handel. Jetzt heißt es, dass Banken die Gewinne internationalen Erfolgs an sich reißen und die Verluste auf jeden Steuerzahler in jeder Nation verteilen. Die Banken kommen nur noch "nach Hause", wenn sie kein Geld mehr haben. Dann geben unsere Regierungen ihnen neues.

Schreibt Charles Moore im Telegraph. Diesen Artikel nimmt Frank Schirrmacher von der FAZ zum Anlass, bürgerliche Werte zu hinterfragen:

Es war ja nicht so, dass der Neoliberalismus wie eine Gehirnwäsche über die Gesellschaft kam. Er bediente sich im imaginativen Depot des bürgerlichen Denkens: Freiheit, Autonomie, Selbstbestimmung bei gleichzeitiger Achtung von individuellen Werten, die Chance, zu werden, wer man werden will, bei gleichzeitiger Zähmung des Staates und seiner Allmacht.

Kann die weltweite Medienkommunikation einen Wertewandel des Globalisierungsbegriffs befördern?

Im Zuge des „pb21"-Auswertungsworkshops zu Web 2.0 in der politischen Jugendbildung wurden viele der hier an der Projektwiese beteiligten AdB-Projektgruppenmitglieder zu ihrer Arbeit befragt. Podcaster Tim Pritlove sprach mit Annette Ullrich, Henning Wötzel-Herber und Hendrik Giese über BarCamps, Projektblogs, die Schwierigkeiten der Medienarbeit auf dem platten Land („Dorf-DSL"), über das Blended Learning DDR-Projekt und anderes. Außerdem mit Frank Hofmann (und Jürgen Ertelt vom IJAB) über Multiplikator_innen-Fortbildungen, Ängste von Pädagog_innen und mehr.

Viel Spaß beim reinhören.

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