Martin Ebner scheint auf dem Fernausbildungskongress der Bundeswehr einen interessanten Vortrag gehalten zu haben. Jedenfalls sind die Slides seiner Präsentation sehr interessant, die sich zwar eher auf einen akademischen (und schulischen) Rahmen beziehen, durchaus aber auch auf die außerschulische politische Jugendbildung mit Medien übertragbar sind:
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In einem langen und aufschlussreichen Interview mit dem Autor von "Digitale Paradiese" Andreas Rosenfelder, werden folgende Themen besprochen: Computerspiele als ästhetische Erfahrung, der Verlust des Spektakulären und die Routinen der Mediengeschichte; Das "Allgemein-Menschliche", Gewalt, und alternative Geschichtsschreibung.
"Ich finde, dass gerade Computerspiele, weil sie einem Spieler Aktivität und konkrete Handlungen abverlangen, sich auch kultursoziologisch lesen lassen. Computerspiele sind ein soziales Phänomen. Das sollte schon eine Frage sein: Inwiefern Computerspiele auch Ideologien oder eine bestimmte Moral transportieren. Ich glaube schon, dass sich Computerspiele in einem klassischen kulturkritischen Sinn kritisieren lassen. Und dass es sogar wichtig ist, sie so zu kritisieren."
Das bei Telepolis erschienene Interview
Teil 1: Das Wilde, Anarchische der Computerspiele tritt in den Hintergrund
Teil 2: Computerspiele sind keine moralfreien Zonen
In my dissertation, I investigated how American teenagers socialize in networked publics like MySpace, Facebook, LiveJournal, Xanga and YouTube. I was interested in how the architectural differences between unmediated and mediated publics affect sociality, identity and culture.
von Dana Boyd, Massachusetts Institute of Technology) 2002, PDF Download
Markus Beckedahl hat auf Netzpolitik.org fünf Thesen zum Wahlkampf im Web 2.0 vorgestellt (siehe "weiterlesen"). In dem Vortrag bezieht er sich vor allem auf die 3. Kurzstudie "Politik im Web 2.0- Zwischen Strategie und Experiment" in der das Engagement der Parteien, Spitzenpolitiker und ihrer Jugendorganisationen im sozialen Netz analysiert wird. Diese Studie steht ebenfalls zum Download zur Verfügung.
Update: Der Vortrag ist in drei Teilen auf YouTube zu sehen.
Mit einer internationalen Konferenz hat die Bundeszentrale für politische Bildung/bpb, das Holocaust Research Centre at Royal Holloway, University of London sowie das Kulturwissenschaftliche Institut Essen neueste Erkenntnisse der "Täterforschung im globalen Kontext" aufgegriffen.
In fünf thematischen Panels wurden die unterschiedlichen Aspekte der Täterforschung beleuchtet. Wie der Weg von der wissenschaftlichen Erkenntnisgewinnung hin zur politischen Bildung und Vermittlung in der Praxis der schulischen und außerschulischen Bildung, in der Gedenkstättenarbeit, der interkulturellen Bildung sowie im Film und in der Filmbildung gelingen kann, wurde in Workshops veranschaulicht.
Auf der Webseite der Bundeszentrale für politische Bildung wurde nun die umfassende und nachlesenswerte Dokumentation aller Vorträge vorgenommen.
Die Internet Safety Technical Task Force des Berkman Centers der Harvard Universität hat die Studie Enhancing Child Safety and Online Technologies vorgestellt.
Frank Patalong von Spiegel Online fasst die wichtigsten Ergebnisse zusammen:
Beschimpfungen und Diffamierungen, Psychokrieg und psychische wie körperliche Misshandlungen seien "die häufigste Bedrohung" für Heranwachsende, "sowohl offline wie online". (...) Es habe keinen Zweck, sich hier auf isolierte technische Lösungen wie Altersverifikationssysteme oder zensierende Filter zu stützen. Gefragt sei vielmehr ein Ansatz mit vielen Facetten: Das reiche auch von technischen Lösungen, wo diese angezeigt sind, über konsequente Anwendung rechtlicher Möglichkeiten bis hin zu Qualifizierungsmaßnahmen für Eltern und Jugendliche - Stichwort Medienkompetenz.
Die komplette Studie steht als Download im PDF Format zur Verfügung.
SchoolNetGuide (SNG) heisst der nützliche Internet-Ratgeber von Swisscom. Ursprünglich für Lehrer und Schüler konzipiert, zeigt die Publikation auf, wie man online recherchiert, welche Internetseiten für den Unterricht geeignet sind oder auf was es beim E-Learning ankommt. Mit den zwei Ausgaben "Familie und Internet" und "Mein Kind und ich online" spricht der SchoolNetGuide eine weitere Zielgruppe an: die Eltern. Mit wertvollen Tipps für Unterricht und Freizeit, hilfreichen Linklisten und gutem didaktischen Aufbau hat sich der SchoolNetGuide zum beliebten Lehrmittel entwickelt. Der Ratgeber scheut sich nicht, auch die negativen Seiten des Internets zu thematisieren, z.B. weist er auf ungeeignete Internetseiten für Kinder hin und zeigt, wie man sie vor unerwünschten Inhalten schützt. Die neuste Ausgabe, SchoolNetGuide Nr. 11 - Das soziale Internet - zeigt, wie Jugendliche die Möglichkeiten Sozialer Netzwerke im Internet nutzen.
Die schweizer Publikationsreihe "SchoolNetGuides" ist auch für die politische Jugendbildung einsetzbar. Sie kann europaweit kostenlos abonniert werden oder vergangene Ausgaben einzeln bestellt werden. Unter anderem sind Ausgaben zu "Blogs & Wikis", "Recherche" und "Sicherheit" (im Netz) oder auch zu Sozialen Netzwerkseiten erschienen.
Kurzbeschreibung "Coming Of Age, Edition 1" (pdf):
The purpose of this booklet, which brings together the expertise and experience of a range of leading-edge practitioners, is to provide a gentle introduction to Web 2.0 to teachers who aren't at present too sure of what it's all about.
Kurzbeschreibung "Web 2.0 Projects" (pdf):
The purpose of this booklet is to give you some practical ideas about the kinds of things you can do with Web 2.0 technology.
Herausgegeben von Terry Freedman.
Generell herrsche zudem ein großes Unwissen und Unverständnis über die Möglichkeiten der Mitwirkung in einer Demokratie, verbunden mit einer Geringschätzung des demokratischen Systems an sich. Es werde nur insofern akzeptiert, wie es individuellen Wohlstand garantiere.
Das schreibt das NPD-BLOG.info zum Erscheinen der bundesweite Studie "Ein Blick in die Mitte. Zur Entstehung rechtsextremer und demokratischer Einstellungen" von der Selbständigen Abteilung für Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie der Universität Leipzig.
Im Ergebnis der Untersuchungen empfiehlt die Studie unter anderem:
- Anti-Nazi-Maßnahmen nicht als 'Extremismusbekämpfung' bezeichnen,
- Vergabe von Fördermitteln direkt an die Initiativen und
- Maßnahmen zur Demokratieerziehung.
Beziehen kann man die Studie über die Friedrich Ebert Stiftung, man erreicht sie unter forum.ml@fes.de oder telefonisch unter: 030-26935827.

